Die Deutsche Bank in Second Life
von Martina Goehring am 14. August 2007 in Leitartikel, Second Life
Von Juli bis Dezember 2007 ist in Second Life auch Q110, die Berliner Filiale der Zukunft der Deutschen Bank, vertreten und macht damit die Welt der Wünsche buchstäblich erlebbar. Dabei wird das Zusammenspiel von realen und virtuellen Möglichkeiten erprobt.
Drei Stationen geben Einblick in die Wunschwelten der Menschen: Hochzeit, Zukunftsplanung und Immobilienkauf. Ein Hochzeitspaar kann virtuell eine Hochzeit erleben und erhält gleichzeitig einen Kostenvoranschlag für die real geplante Hochzeit. Q110 betreibt eine eigene „Community“, wo man sich als Mitglied zum Beispiel mit anderen Heiratswilligen oder angehenden Häuslesbauern treffen kann.
Die ersten Erfahrungen im Umgang mit den Nutzern in Second Life liegen ebenfalls vor. So hat das Kölner Institut psychonomics sowohl positive als auch negative Faktoren herausgefunden:
Positiv:
Die virtuelle Filiale wurde von den Nutzern überwiegend als innovative Idee gelobt.
Der Bank wurde ein dadurch entstehender Imagegewinn attestiert.
Besonders die Möglichkeit, den vor Ort vertretenen „Q110“-Mitarbeitern bzw. Avataren Fragen stellen zu können, wurde als Pluspunkt bewertet.
Negativ:
Kritik gab es an der ungenügenden Information und fehlenden persönlichen Beratung vor Ort.
Der Bestand an Angeboten, Produktinformationen und Möglichkeiten, sich damit auseinanderzusetzen, sei ungenügend.
Es fehlen innovative Ideen, um das bestehende Interesse der Nutzer dauerhaft für sich zu nutzen.
Die virtuelle Bank der Zukunft befindet sich auf der SL-Insel von IBM, die auch zur Umsetzung des Q110 Konzepts beigetragen hat. Zu Q110 in Second Life kommen Sie am einfachsten, wenn Sie in die SL-Suchmaske den Begriff „Q110“ eingeben.



2 Kommentar(e)
Von Martin Engstler am 15. August 2007 | Antworten
Besucher die bereits in der realen Q110-Filiale waren finden sich auch in der virtuellen Filiale schnell zurecht.
Wie in der realen Filiale soll und muss auch in der virtuellen Filiale ein Mehrwert erlebbar sein, vor allem in der Interaktion mit der Bank. Hier fehlt allerdings noch der Erlebniswert der realen Q110. Auch der Chat mit der Q110-Mitarbeiterin verdeutlicht, dass es zunächst nur um PR geht (kein fachliches Gespräch mit einem Banker), das Sitzen in der Café-Lounge gibt virtuell auch nicht soviel her, der Shop ist nur ein Foto und auch das Basketballspiel gibt keinen Bezug zur Bank (Hinweis: man muss am Ende nur irgendwie wieder den Arm wieder runterkriegen).
Aber das Ganze wird sich noch weiterentwickeln, viele Elemente sind noch nicht aktiviert und machen neugierig was da noch kommt.
Ich werde ab und zu mal wieder reinschauen und mich fragen, was ich da “wirklich” erleben kann… in der realen und virtuellen Bank.
Von Stefan Weiß am 30. August 2007 | Antworten
Zum Handwerklichen sage ich nichts oder zum Promofilm aber zur Integration in Second Life:
Ich habe heute (in Vorbereitung für eine andere Bank) in Second Life nach “Deutsche Bank” gesucht. Gefunden habe ich nichts. Ich wusste nämlich nicht, dass ich nach Q110 suchen muss. Das habe ich erst hier im Blog erfahren. Da gibt ein Unternehmen (unser) Geld für einen SL Auftritt aus und vergisst, sich in die interne Suchmaschine so einzutragen, dass sie auch gefunden werden. Dumm, nicht?