Web 2.0 Anwendungen bei deutschen Banken
von Martina Goehring am 14. April 2009 in Leitartikel, Internet und Banking
Motiviert durch ein Gespräch mit einem Kunden zum Einsatz von Web 2.0 bei Banken vor zwei Wochen und der selten ausbleibenden Frage: was machen andere? Gemeint waren deutsche Banken. Dass ausländische Banken im Web 2.0 längst weiter sind, scheint die Finanzwirtschaft hierzulande nicht besonders zu ängstigen.
Zudem bekam ich eine E-Mail des Blogautors von direktbank-marketing über ein interessantes Interview zum Einsatz von Web 2.0 bei der GLS Bank.
Da ich sowieso für den Kunden recherchieren musste, stelle ich die „Was machen andere“-Beispiele hier zusammen. Vollständigkeit und Dauerhaftigkeit werden nicht garantiert. Drei Anmerkungen vorab:
- Twitterkanäle ohne Inhalte (Tweets) können zweierlei bedeuten: entweder wurde vorsorglich der Name von der Bank für eine spätere Nutzung reserviert oder es handelt sich um einen Fake, d.h. nicht die Bank selbst sondern irgendein Nutzer hat den Namen reserviert.
- Über RSS Feeds wird vielerorts gestritten, ob es sich hierbei um Web 2.0 handelt oder nicht. Die Technologie gibt es schon lange, aber erst durch Weblogs wurde sie populär. Daher wird sie hier mit berücksichtigt.
- Es wurden auch ausländische Banken einbezogen, sofern sie Tochtergesellschaften in Deutschland oder deutschsprachige Anwendungen haben.
Banken mit Web 2.0 Services (alphabetische Reihenfolge):
- BN Paribas Frankfurt
- Twitter: http://twitter.com/BNPPARIBAS_DE
- Deutsche Bank Frankfurt
- RSS Feed und Podcasts
- Twitter ohne Inhalte: http://twitter.com/Deutsche_Bank
- Dresdner Bank Frankfurt
- RSS Feed
- DSB Bank Niederländische Bank mit Aktivitäten in Deutschland. Sitz in Düsseldorf.
- Twitter ohne Inhalte: http://twitter.com/dsbbank
- Gründer, Inhaber, Geschäftsführer und Vorsitzender des Vorstandes der DSB Dirk Scheringa ist außerdem Präsident des Scheringa Museums mit Twitter ohne Inhalte: http://twitter.com/scheringamuseum
- GLS Bank Bochum
- KfW Frankfurt
- Twitter ohne Inhalte: http://twitter.com/KfW_IPEX
- Postbank Bonn
- Twitter ohne Inhalte: http://twitter.com/postbank
- SEB AG, deutsche Tochtergesellschaft eines schwedischen Finanzkonzerns. Sitz in Frankfurt. Web 2.0 Services findet man auf der Homepage unter der Rubrik Presse, obwohl hier sicher nicht nur Journalisten und Presseleute angesprochen werden sollen:
- RSS Feed für Presseinfos
- Youtube: http://www.youtube.com/sebbank
- Twitter: http://twitter.com/seb_bank
- Volkswagen Bank Baunschweig
- Twitter ohne Inhalte: http://twitter.com/Aff_VW_Bank
Sparkassen Finanzgruppe:
- LBS Immobilien Ost Potsdam
- Twitter ohne Inhalte: http://twitter.com/LBSi_Ost
- Sparkasse im Landkreis Schwandorf
- Sparkassen-Finanzportal GmbH Berlin
- Twitter ohne Inhalte: http://twitter.com/Sparkasse_de
- Sparkasse Nürnberg
- RSS Feed, Social Bookmarking Services, Podcasts, Audiocasts
- Blog: http://www.s-magazin.de/wordpress/
- Sparkasse Pforzheim Calw
- Jubiläums-Blog: http://175-jahre-sparkasse.de/
- Twitter: http://twitter.com/SparkassePFCW
Deutschsprachiges Ausland:
- Raiffeisenbank Lustenau Österreich
- Twitter: http://twitter.com/raibalustenau
- Blog http://blogs.raiffeisen.at/vbg/raibalustenau/
- Blog der Raiffeisen-Leasing: http://www.oekoenergie-blog.at/
Ergänzungen zu den links findet man im Post von direktbank-marketing.
In Summe ein eher trauriges Bild der deutschen Bank 2.0 Landschaft. Die Sparkassen scheinen noch die innovativeren Finanzdienstleister zu sein.


3 Kommentar(e)
Von Jörg Glaß am 8. Mai 2009 | Antworten
Ich möchte auf weitere Web 2.0 Angebote der Raiffeisen Bankengruppe Österreich aufmerksam machen:
RSS-Feeds und Podcasts der Raiffeisen Bankengruppe Österreich
http://www.raiffeisen.at/podcasts
RSS-Feeds für Raiffeisen Research der RZB - Raiffeisen Zentralbank Österreich http://www.rzb.at
Podcasts: Börsenradios der RZB - Raiffeisen Zentralbank Österreich
Börsentägliche Audioberichte von den Börsen Wien, Frankfurt und London
http://www.rzb.at
Weiterer Blog:
Blog der Raiffeisenbank Gnas
http://blogs.raiffeisen.at/stmk/gnas/
Jörg Glaß
Von Harald am 27. Mai 2009 | Antworten
Ich frage mich, wieso so viele Banken gar nichts schreiben. Für mich wirft das immer ein schlechtes Bild auf die Banken. Trotz eher traditioneller Einstellung sollte man sich als Bank schon mit Dingen wie twitter & Co beschäftigen.
Von Nickola am 15. Juli 2009 | Antworten
Sparkasse Bremen ist mit gleich vier Twitter-Feeds am Start (http://www.giroflexx.de). Das besondere: Die Tweets werden von (anscheinend) echten Charaktere (Kunden?) geposted und sind dementsprechend unterhaltsamer und kurzweiliger als das bekannte Aktien und Girokonto blabla.